Agrotechnische Eingriffe und Maßnahmen

Agrotechnische Eingriffe und Maßnahmen

Es gilt allgemein: Die agrotechnischen Maßnahmen werden vor allem in dem Frühlings- und Herbstzeitraum durchgeführt.

Ernährung und Düngung

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Die Basis eines gesunden Rasens bilden die ausgewogene und ausreichende Ernährung, die die Qualität des senbestandes und seine Beständigkeit gegen Belastung, Krankheiten und Stress beeinflusst.

Vor allem die oft gemähten Zier- und Sportrasen sind sehr aufwändig in der Ernährung. Die nötige Menge der Nährstoffe wird am besten durch die Bodenanalyse, durch die visuelle Beurteilung des Bestandes und durch die empfohlenen Düngemittel-Dosen festgelegt.

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Die Nährstoffe, organische oder industrielle Düngemittel, werden in Granulat- oder Flüssigkeitsform zugeführt. Die organischen Düngemittel verbessern physikalische Boden- eigenschaften, erhöhen die Einbindung der Nährstoffe im Bodenkomplex, fördern die Tätigkeit der Bodenmikroflora und die Boden-aufnahmefähigkeit des Wassers.

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Die grundlegenden Ernährungselemente sind:

  • Stickstoff (N) – fördert das Wachstum und die Intensität der Bestockung der Gräser
  • Phosphor (P) – beeinflusst das Einsetzen der Ableger und das Wachstum des Wurzelsystems
  • Kalium (K) – erhöht die Beständigkeit der Gräser gegen Krankheiten, Beschädigung durch Winterfröste und Wassermangel

Die Ergänzungselemente sind:

  • Kalzium (Ca) – Bauelement der Pflanzenzellen
  • Magnesium (Mg) und Eisen (Fe) – wichtig für Laubgrün und die Bildung der organischen Masse

Dosierung der reinen Nährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium) in kg/100 m2/Jahr

Art des Rasens    Stickstoff       Phosphor       Kalium       Magnesium   
Park-Rasenflächen 0,55–0,75 0,25–0,45 0,8–1,2 0,1–0,2
Sportplatz-Rasenflächen 0,75–1,6 0,25–0,45 0,8–1,2 0,1–0,2
Technische Rasenflächen 0,30–0,75 0,25–0,45 0,8–1,2 0,1–0,2

Bei den professionell geplflegten Rasenflächen (vor allem Golfplätze und Fussballplätze) werden die Dosen der Nährstoffe gegenüber den Tabellen-Dosen nach Bedarf um 10–15 % erhöht.

Vertikutieren

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Unter Vertikutieren versteht man den vertikalen Schnitt der Rasendecke. Dies erfolgt mit einer speziellen Vertikutierharke, auf größeren Flächen mit einem Motorvertikulator. Die Messer schneiden bis in die Tiefe von 3–5 mm des Wurzelbereiches, reinigen die Rasendecke von der abgestorbenen Grasmasse und ermöglichen den Zutritt von Wasser, Nährstoffen und Licht. Die ausgegrabenen Grasmassenreste können kompostiert werden. Nach diesem Eingriff ist die Nachdüngung nötig, am besten mit einem vollen Kombi- Düngemittel beim guten Rasenzustand. Beschädigte Rasenflächen sollten mit löslichem Stickstoffdünger für die Frühregeneration behandelt werden.

Aerifizierung

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Unter Aerifizierung versteht man die Durchlüftung des Bodens mit einer speziellen Aerifiziergabel oder mit einer Aerifizierwalze. Ihre Hohlspitzen dringen in die Tiefe von 100–120 mm, wobei sie auf die Oberfläche kleine Bodenrollen austragen. So entstandene Löcher werden mit Quarzsand gefüllt, wodurch die Luft- und Wasserverhältnisse des Bodens reguliert werden. Die Aerifizierung wird bei starker Verdichtung der Rasendecke oder des Bodens durchgeführt, aber auch bei stauender Nässe.

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